Thüringen : Schwarza - Ilm - Unstrut - Saale       (418,3 km)



Start und Ziel unserer Thüringen-Radtour war Großkochberg (Wohnsitz der Charlotte von Stein - zehn jahrelang Goethe's innigste Freundin - angeblich platonisch).

In Großkochberg überraschten uns beim abendlichen Spaziergang durch das angrenzende Waldgebiet prächtig blühende Orchiedeen.
Im Schloß Großkochberg haben wir auch die Nacht verbracht.


Von Großkochberg führte die Route über Rudolstadt, dann durch das Scharzatal entlang der Schwarza über Schwarzburg, Sitzendorf bis zur Mankenbachsmühle und von hier rechts ab, in Richtung Ilmthal.

Den nun folgenden Abschnitt haben wir auf Basis der "Deutsche Rad-Tourenkarte 22" geplant. Es folgten die Ortschaften Mankenbach, Egelsdorf, Herschdorf, Gehren und schliesslich unser Etappenziel Langewiesen. Die Wegstrecke war sehr mühselig. Anspruchsvolle Steigungen, teilweise sehr schlechte Straßen und viele Schotterpisten beeinträchtigten den Fahrradspass erheblich. Dieser Routen-Abschnitt ist absolut nicht zu empfehlen !

Schloß Großkochberg





Wilde Orchiedeen in der Gegend von Großkochberg
Aber der anschliessende Ilm-Radweg zum Tagesziel Bad Sulza hat uns dann wieder versöhnt. Er war sehr gut befahrbar, bestens ausgeschildert und auch landschaftlich wunderschön.
Anschliessend folgten wir ein kurzes Stück der Saale und dann ging es weiter entlang der Unstrut - bis Artern.

Auch den Unstrut-Radweg kann man empfehlen - vor allen Dingen den Abschnitt inmitten der Weinhänge.

Von Artern sind wir dann per Bahn bis Halle und von dort aus wieder mit dem Rad entlang der Saale zurück nach Großkochberg gefahren.

Weinberge, Burgen und die Flusstäler von Schwarza, Ilm, Unstrut und Saale prägten das Gebiet unserer Thüringen-Radtour.
Aber auch bekannte Kurorte bzw. Heilbäder mit imposanten Gradierwerken gehörten zu den Sehenswürdigkeiten.


Drei Tage von fünf hat es sehr oft geregnet bzw. zeitweise geschüttet - wir haben die Zähne zusammengebissen und sind trotz dieser wiedrigen Umstände weitergefahren.
Abends dann haben wir es uns immer richtig gut gehen lassen. Die Thüringer Küche ist sehr zu empfehlen und auch das einheimische Bier hat gut geschmeckt.





Die Entwicklung der Heilbäder ist untrennbar mit der Salzherstellung durch Salinen verbunden. Eine Saline ist eine Anlage bzw. ein Betrieb zur Gewinnung von Salz.

Die Wurzeln reichen bis ins 15./16. Jahrhundert zurück. Dazu wurde unter hohem Druck in unterirdische Steinsalzlagerstätten Wasser gepumpt.
Nach dem sich das Salz aufgelöst hat, wurde die Sole zur Verdampfung in einer Salzsiederei wieder nach oben gepumpt.
Die Gradierwerke erhöhten den Salzgehalt der Sole durch natürliche Verdunstung. Dabei wurde festgestellt, dass in unmittelbarer Nähe der Gradierwerke die salzhaltige Luft positiv auf erkrankte Atemwege wirkt.
Die Sole ist noch heute Grundlage des Kurbetriebes.

Gradierwerk Bad Kösen




Datum Start Ziel Strecke [lm] Bemerkungen
26.05.2007 Großkochberg Langewiesen 60,3 Anreise per Auto
27.05.2007 Langewiesen Bad Sulza 96,4  
28.05.2007 Bad Sulza Artern 92,0  
29.05.2007 Halle Bad Kösen 88,2 von Artern bis Halle per Bahn
30.05.2007 Bad Kösen Großkochberg 81,4  
       418,3  


Streckenverlauf :